Planung

  

Grünordnungsplan zum Kalkberggebiet Bad Segeberg (Bebauungsplan Nr. 67)

  

Auftraggeber

Stadt Bad Segeberg, Prokom GmbH Lübeck

  

Aufgabenstellung

Im Planungsbereich rund um den Segeberger Kalkberg gab es seit Jahrzehnten Konflikte zwischen den Interessen der Anwohner, der Kalkberg GmbH mit den Aktivitäten auf der Freiluftbühne und den Ansprüchen des Naturschutzes durch das Naturdenkmal Kalkberg mit den Kalkberghöhlen. Anlass für die Planung war neben der Neuordnung der (städtebaulichen) Situation der Wunsch der Kalkberg GmbH zur Erweiterung ihrer Nutzflächen.

  

 

Vorgehensweise

Neben der Prüfung der wichtigsten Fachthemen (Parkplatzsituation, Fledermäuse) durch externe Gutachten wurde eine planungsbegleitende Arbeitsgruppe aus den Reihen der oben genannten Betroffenen gebildet. In dieser Gruppe wurden die bestehenden und zu erwartenden Konflikte herausgearbeitet. In verschiedenen Punkten wurden dann konsensorientiert Lösungen gefunden.
Beispiel: wichtiger Konfliktpunkt der Anwohner: Druckwelle bei den Detonationen im Rahmen der Aufführung „Der Schatz im Silbersee“.
Mit dem Pyrotechniker der Kalkberg GmbH wurden verschiedene Detonationsarten ausprobiert. Es stellte sich heraus, dass es eine Art der Detonation auf Mehlbasis gibt, die kaum eine Druckwelle erzeugt. Diese wurde dann im Rahmen der Vorstellungen verwendet.
Nachdem viele kleine Konflikte gelöst waren, entstand Raum für einen konstruktiven Planungsprozess. Der Bebauungsplan stellt heute die Grundlage für die stabile Situation im Kalkberggebiet dar.