Planung

  

Umweltbericht und Fachbeitrag zum Bebauungsplan Nr. 76 „Wohngebiete zwischen Eutiner- / Kurhausstraße und Ziegelstraße“ der Stadt Bad Segeberg

  

Auftraggeber

Stadt Bad Segeberg

  

Aufgabenstellung

Das Planungsgebiet umfasst 37 Hektar (in drei Teilgebieten) bestehende Siedlungsflächen. Der größte Teil der Bebauung ist zwischen der vorletzten Jahrhundertwende und der Nachkriegszeit bis ca. 1960 entstanden. Zweifellos haben diese innenstadtnahen Siedlungen ein hohe Attraktivität als Wohnstandort. Diese Qualität langfristig zu sichern und eine maßvolle Nachverdichtung einzugliedern, sind die Ziele des Bebauungsplanes.
Die Anforderungen an die Umweltplanung beziehen sich auf den Erhalt der vorhandenen Qualitäten für die Bewohner und artenschutzrechtliche Aspekte in den Verdichtungsbereichen.
Die Einbindung der Bewohner des Planungsgebietes in das Verfahren stellt einen weiteren Schwerpunkt dieser Planungsaufgabe dar.

  

 

Vorgehensweise

Die Analyse der Schutzgüter hat ergeben, dass insbesondere die Nutzung des Gebietes durch die Bewohner und die Bedeutung des Gebietes für die Fledermauspopulation im Fokus der Umweltplanung stehen. 
Um eine solide Grundlage für die Planung zu erhalten, erfolgte die Bestandsaufnahme und Bewertung der Freiraumsituation. Dabei stellte sich heraus, dass in den Wohngebieten nahezu durchgehend eine beispielhafte Freiraumstruktur vorhanden ist. Durch die Orientierung der Gebäude am Verlauf der Straßen ergibt sich ein abgestuftes Freiraumsystem mit öffentlich und privat nutzbaren Freiräumen. In den gewerblich genutzten Bereichen (Parkstraße, Esmarchstraße) wurden klare Defizite in der Freiraumstruktur festgestellt. 
Die Nähe des Planungsgebietes zu den Segeberger Kalkberghöhlen (Überwinterungsquartier für mehr als 20.000 Fledermäuse) machte es erforderlich, in einem Gutachten, die Bedeutung des Planungsgebietes für die Fledermäuse zu erfassen und zu bewerten. Besonders in den geplanten Nachverdichtungsgebieten ist auszuschließen, dass es zu erheblichen und nachhaltigen Beeinträchtigungen der zum Teil europarechtlich geschützten Fledermäuse kommt.
Nach Abklärung dieser Fragen wurden die Planungsideen mit den Anwohnern auf einer Veranstaltung diskutiert. Dabei stellte sich heraus, dass das Parkplatzproblem in diesen Wohngebieten sehr relevant ist. 
Im weiteren Verlauf der Planung wird die intensive Beteiligung der Anwohner fortgesetzt.